La vida es corta, pero ancha.
- Mexikanisches Sprichwort
(zu deutsch: Das Leben ist kurz, aber weit)
laufen biken bergsteigen
- Mexikanisches Sprichwort
(zu deutsch: Das Leben ist kurz, aber weit)
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen guten Start ins nächste Jahr.
Mögen sich Wünsche und Träume erfüllen
Nicht jeder läuft mit Musik. Es gibt Leute, die immer und überall beim Laufen auf Musik verzichten können.
Ich brauche Musik immer dann, wenn ich die Strecke auswendig kenne, beim Laufen komplett abschalten möchte. Außerdem sowieso auf allen Strecken, die länger als ca. 6 km sind, außer sie sind komplett unbekannt und die Wegfindung entsprechend spannend.
Die Musikmischung ist hierbei von großer Bedeutung. Und dieser will ich mich in diesem Beitrag widmen.
Dauerbrenner auf meinem MP3-Player sind:
Oft dabei:
Neuzugänge:
Kommt sicher bald wieder in die Auswahl:
Die Liste unterliegt natürlich ständigen Änderungen.
Macht es mich schneller? Sicher nicht. Aber es beschränkt meine Sinne. Und das ist auf Strecken, die mich quälen (lang oder langweilig, weil evtl. zu gut bekannt) unerlässlich, um vorwärts zu kommen. Sonst muss ich am Ende noch dem Schweinehund zuhören….
Es gibt Läufer und Läuferinnen, die kommen ganz ohne aus.
Zugegeben – wenn ich nur eine Runde drehe und der Startort des Laufens gleich dem Zielort ist, dann trage ich selten einen Laufrucksack mit mir herum. Schwieriger wird es, wenn dem nicht so ist, denn plötzlich muss ich eventuell nicht nur Handy und Schlüssel mitnehmen, sondern auch noch meine Geldbörse inklusive Fahrkarte.
Dafür bietet so ein Laufrucksack natürlich unendlich Platz.
Ich habe mehrere Hüfttaschen und Laufrucksäcke ausprobiert. Das erste Modell, das mir keine Rückenschmerzen verursachte, war ein feuerrotes Ding von Salewa, das Platz für den Inhalt einer mittelgroßen Frauenhandtasche hat. Und so sieht es in dem Rucksack auch manchmal aus….
Zeit, sich mit dem Inhalt zu beschäftigen. Dieser unterscheidet sich in einigen Punkten nach Ziel und nach Jahreszeit.
Immer dabei sind
Im Winter kommt gewöhnlich noch wärmende Kleidung, zum Beispiel eine leichte Fleecejacke von TNF zum Unterziehen dazu. Oft muss ich ja am Zielort noch auf einen Zug warten oder ähnliches. Dabei ist es mir Anfang des Monats gelungen, mich zu verkühlen – trotz TNF-Fleecejacke (leider scheiterte mein Zeitplan, der nur höchstens 5 min Wartezeit auf den Zug vorsah, daran, dass der Zug 12 min Verspätung hatte…).
Im Sommer und auf längeren Strecken habe ich meist auch etwas zu trinken dabei.
Interessant ist es, wenn man dann noch das Ziel betrachtet.
Wenn ich ins Fitnessstudio laufe, kommen noch
hinzu.
Laufe ich zur Arbeit, besteht der zusätzliche Inhalt aus
Hinzu kommt der MP3-Player, der gewöhnlich in meiner Jacke steckt.
Über Menschen, die keinen Laufrucksack besitzen, kann ich mich wirklich nur wundern. Ich käme ohne nicht klar….
als ich gestern morgen das Haus verließ, um Richtung Arbeit zu laufen, traute ich meinen Augen nicht – ich stand im dichten Schneetreiben!
Also ging ich schnell wieder zurück und holte meine Regenjacke. Die Stirnlampe war ausnahmsweise notwendig mangels Sicht. Lange lief ich im Dunkeln alleine. Außer mir waren nur jede Menge Kaninchen und die ersten Vögel unterwegs. Irgendwann überholte mich ein Radfahrer, in Höchst (da war es schon hell) traf ich den ersten Läufer an.
Schön war’s. Mehr davon.


Kann es etwas schöneres geben?
Ich glaube, nein.
Weitere Fotos hier:
http://www.werner-fotos.net/Alpen/Alpenjahr_2010/Kaunertal_Okt_2010/thumb.html
Ich fahre gerne in die Rhön. Ich fühlte mich auch endlich wieder so weit wiederhergestellt, dass ich mir vorstellen konnte, die Laufschuhe zu schnüren.
Die Rhön ist für mich immer eine Art Rückzugsgebiet – sei es, um in Ruhe in dieser schönen Landschaft zu trainieren oder eben um sich zu erholen, Wunden zu lecken – aktuell war es eher das zweite.
Trotzdem ging es nicht ohne Laufziel, auch wenn es dieses Mal ein bißchen bescheidener ausfiel und ich nicht meine volle Kraft darauf ansetzen konnte – die hatte ich einfach nicht zur Verfügung.
Ich wollte von der Rother Kuppe auf den Heidelstein laufen – also an der Thüringer Hütte vorbei auf dem Hochrhöner zu dem markanten Hügel mit der Antenne (und interessanten Gedenksteinen).
Während das (langsame, mit Gehpausen durchsetzte) Laufen meinem Körper wieder mal ein paar Trainingsreize setzte, genoß mein Geist die wunderschöne Herbstlandschaft. Was habe ich nicht alles gesehen und gespürt! Enge Trails, weite Hochflächen mit Tausenden Herbstzeitlosen, Sumpf in den Schuhen und an den Füßen, Sonne auf der Haut, Wolkenspiele am Himmel,… freundliche Wanderer auf den Wegen und am Ende das Gefühl, wieder da zu sein.
Am nächsten Tag wurde aus der Lauftour eine Besichtigung des Gangolfsberges mit seinen Steinbrüchen, faszinierenden Ringwällen und der Ruine einer alten Kapelle.
Alles ohne Stress, ohne Druck – zu Hochleistungen war ich sowieso noch nicht in der Lage.
Nun fühle ich mich besser. Ich bin wieder ein bißchen zuversichtlicher.
Herzen brechen, schlagen weiter Bis sie wieder aufersteh’n Auferstanden aus Ruinen Werden wir die Winde drehen[:SITD:] – Herbsterwachen
Nun ist schon ein halber Monat vergangen, seitdem ich wieder da bin. Es wird Zeit, von meinen zwei Wochen in der Schweiz zu berichten.
Zusammengefasst kann man sagen:
Ich habe wunderschöne Landschaften gesehen (die Hochebene vorm Piz Lischana, die man am Ende des Fora D’Aua erreicht, ist jede Anstrengung wert), ich stand im Schneeregen alleine auf einem Dreitausender, ich habe Ängste überwunden und wäre dann auch noch fast in eine Gletscherspalte gefallen. Aufregung gab es also genug.
Dennoch ist es gerade im Urlaub nicht sonderlich schön, morgens voller Tatendrang zu erwachen und nichts von dem, was eigentlich geplant war, tun zu können, weil es wieder einmal regnet. Dennoch ist es uns gelungen, fast jeden Tag eine Bergtour zu machen!
Leider lässt außerdem die Stabilität meiner Gesundheit zu wünschen übrig.
Am Sa. konnte ich mich nur so gerade zu Sport motivieren – und das auch nur mit jeder Menge Selbstbetrug. Am Sonntag war ich mit dem Cyclocrosser unterwegs. Licht und Schatten, es gab Momente, in denen ich es genoß, aber auch sehr viele, in denen ich mir einfach selber im Weg stand.
Und dann war ich tatsächlich noch einmal kurz krank.
Und jetzt?
Fahre ich in Urlaub und hoffe, die Berge werden meine Psyche wieder aufbauen.
Nun geht es wieder bergauf – langsam zwar, aber immerhin.
Eine Zeit lang habe ich das kaum für möglich gehalten.
Ich habe in den letzten Wochen zwei Lauf-Termine versäumt, die mir wichtig waren, für die ich trainiert hatte. Zum einen der Zugspitzlauf, über den ich schon in meinem letzten Beitrag geschrieben habe. Als Ersatz dafür wollte ich den Karwendellauf in Angriff nehmen. Hier hatte ich den Vorteil, die Strecke zu kennen. Eine Zeitvorgabe wollte ich mir sowieso nicht machen.
Am Ende der Woche vor dem Wettbewerb hatte ich erste Überforderungserscheinungen. Nicht nur, dass das Laufwochenende schon mit privaten Terminen in der Gegend in meinen Augen überfrachtet war (ich wollte eigentlich ohne Druck an die Sache herangehen), es ging dann auch gesundheitlich abwärts. Am Laufwochenende selber war ich dann krank – nachdem ich mit dem Lauf schon einige Tage vorher abgeschlossen hatte.
In der Folge befand ich mich im schlimmsten seelischen Tief seit langem. Und ich ging schonungslos mit mir ins Gericht.
Es gibt einfach Punkte, bei denen ich versage. Herausforderungen zum Beispiel sehe ich – wenn der Termin näher rückt – als Druck an. Mir fehlt das Vertrauen in meine Fähigkeiten. Und die Bereitschaft, mich voll einzubringen, für etwas alles zu geben, habe ich auch nicht immer.
Ich kann es mir jetzt einfach machen und anderen, die eben nicht an mich glauben, dafür die Schuld geben. Ich muss mich aber auch fragen, ob das nicht zum Teil auch daran liegt, dass ich selber offensichtlich nicht richtig an mich glaube.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich mir Wünsche gar nicht erfüllen will. Es ist leicht zu träumen – es ist immer mit Anstrengung verbunden, die Träume auch umzusetzen.
Und warum bin ich schließlich krank geworden? Ich hatte wieder Symptome, die durch meine chronische Erkrankung hervorgerufen wurden. Hat das vielleicht doch etwas mit Stress – den ich mir in diesem Fall selber gemacht habe – zu tun?
Inzwischen geht es mir wieder besser. Nächsten Samstag fahren wir in den Urlaub. Im Moment ist mir das Laufen ziemlich verleidet. Heute werde ich es dennoch tun, den Rest des Sport-Tages dann im Studio verbringen. Und morgen geht es aufs Fahrrad.