Andalusien Juni 2011 – Sierra Nevada und mehr – Teil 3

Puntal de la Caldera – 3225m

Der Weg zur Puntal de la Caldera erschien uns recht weit. Als ich am vorherigen NAchmittag sagte “egal – ich will da hoch und wenn ich für den Rückweg Laufschuhe mitnehmen muss”, war die Idee geboren.
Wir würden mit Laufschuhen aufsteigen.
Es erschien uns recht einfach. Schließlich verlief ja ein Großteil der Strecke über die ehemalige “Straße”, die Granada mit Capileira auf der Südseite verband. Den Teil bis zum Mulhacèn und ein Stückchen weiter kannten wir schon. Bis darauf, dass die Strecke eher mit einem Feldweg als mit einer Straße vergleichbar ist, erwarteten wir also die Schwierigkeiten erst am Ende.
Wir rechneten natürlich mit Schneefeldern. Womit wir aber nicht rechneten war, dass die Schneefelder teilweise so abschlüssig waren, dass wir mit Laufschuhen (auch ich nicht mit eher geeigneten Cross-Schuhen) bei der Querung kaum eine Chance hatten.
Das erste dieser Schneefelder konnte ich noch queren. Beim zweiten drohte ich sofort zu rutschen. Also quälte ich mich den Schutthang hinunter, um es unterhalb zu umgehen. Als ich wieder auf den Weg traf, sah ich Konstantin ein ganzes Stück oberhalb des nächsten Schneefeldes sitzen. Er ist halt wesentlich schneller als ich. Ich stieg mühsam in seine Richtung auf. Glücklicherweise hatte ich ja Teleskopstöcke eingepackt. Nach kurzer Diskussion entschieden wir uns, wider aller Vernunft weiterzugehen und wirklich – der Weg wurde besser, die Schneefelder wesentlich flacher und bald hatten wir die Scharte erreicht.
Eigentlich hatte ich nach all den Schwierigkeiten den Gipfel schon aufgegeben, zumal es jetzt über den Grat in die Felsen ging.
Doch letzten Endes war das alles gar nicht so schwierig, meist befand man sich tatsächlich im gehbaren Gelände – manchmal war es ein wenig luftig, aber es blieb alles im Rahmen und war auch mit meinen Cross-Schuhen gut machbar.
Und was war das für ein Glücksgefühl, schließlich auf dem Gipfel zu stehen! Die Nordwände des Mulhacèns waren gut sichtbar, wir hatten einen schönen Ausblick auf die Caldera und die umliegenden Gipfel.
Leider war es spät und wir mussten uns ziemlich schnell wieder auf den Rückweg machen. Zurück wollten wir die Schwierigkeiten des Hinweges vermeiden und wählten den Abstieg über ein riesiges Schneefeld Richtung Rifugio Poqueira.
Der Weg bis zum Rifugio war länger als erwartet, ging über weite Strecken über Schneefelder und querte mehrfach – teils unangenehm naß – einen Bach. Nach dem Rifugio erwartete uns eine ziemlich ätzende Gegensteigung, denn wir mussten ja wieder zurück zum Hoya de Portillo.
Den Rest des Weges – K. lief ab dem Rifugio wieder vorneweg – kannte ich schon gut und um kurz nach 7 Uhr abends traf auch ich am Auto ein.
Ein Traumtag mit einer Traumtour über 27 km.
Für meine Laufschuhe werden nun Steigeisen gekauft :-)
Fazit
Wir werden diese wunderbare Gegend wieder besuchen – ein Cortjo bei Orgiva als Basecamp mieten und von dort aus in die Berge fahren.
Auch wenn das Wetter immer wieder durchwachsen war, habe ich die Zeit genossen. Der Abschied fiel schwer.
Fotos folgen! Die “guten” findet man wie immer unter http://www.werner-fotos.net

Andalusien Juni 2011 – Sierra Nevada und mehr – Teil 2

Die nächste Tour brachte uns in vom Startpunkt her an eine andere Ecke der Sierra Nevada. Wir fuhren an Granada vorbei zur Skistation Sierra Nevada – oberhalb der Hotelstadt Prado Llano befindet sich der von dieser Seite aus höchste Ausgangspunkt für Touren.

Dieses Mal gingen wir nicht zum Pico de Veleta, der von hier aus über Pfade,die alte Straße und später über Schnee sehr unproblematisch bestiegen werden kann. Wir gingen rechts an ihm vorbei, denn wir wollten zu La Carihuela, dem zweiten Hüttenberg des gleichnamigen (leicht verfallenen) Rifugios (der erste Hüttenberg ist besagter Pico de Veleta). Auf La Carihuela befindet sich die Ruine einer alten Hütte. Von hier aus könnte man weitergehen, zum Beispiel über die Tajos de la Virgen (eine Tour, die ich – aber mit Steigeisen – unbedingt machen möchte) oder über den Rücken des  Sabinar weiter Richtung Süden. Außerdem kann man von der Hütte aus rein in den Gebirgskessel – Richtung Mulhacen.

Von hier sahen wir auch die Puntal de la Caldera zum ersten Mal bewußt.

Auf dem Rückweg nahmen wir die Skipiste gerade hinunter, gingen am neuen Observatorium vorbei und querten dann zurück zum Ausgangspunkt. Insgesamt eine einfache Tour mit schöner Ausicht – und einem neuen 3000er.

Andalusien Juni 2011 – Sierra Nevada und mehr – Teil 1

Schon 2008 und 2010 verbrachten wir unseren Urlaub in Andalusien. Wärend wir beim ersten Mal unsere Basisstation noch am Meer hatten, zog es uns 2010 erstmals komplett in die Berge. Unsere Basisstation soll seither eine Finca in der Näge von Orgiva sein, auf der mehrere Cortijos abgeschlossen für sich stehen.

Den Mulhacèn hatten wir schon letztes Jahr bestiegen, also war dieses Jahr ausgiebige Tourenplanung angedacht.

Glücklicherweise war es mir dank eines engagierten Kartenladens in Frankfurt/Main noch möglich gewesen, die Karten der Junta de Andalucia im Maßstab 1:25000 zu bekommen – danke dafür! Meine alte Karte im Maßstab 1:40000 ist leider sehr ungenau, wie ich diesen Urlaub erfahren musste.

Cerro de Caballo3011 m

Ausgangspunkt: Pistenstraße zum Rifugio Ventura, Höhe ca. 1850 m.

Beim ersten Versuch endeten wir nach 150 Höhenmetern in einer Felsspalte, um ein Gewitter abzuwarten. Da der Berg so hübsch ist und wir unbedingt hoch wollten, zogen wir am nächsten Tag, der besseres Wetter versprach, gleich wieder los.

Der Karte nach (leider die alte 1:40000, was sich als Fehler erwies) trafen wir ein Stück oberhalb des alten Rifugio Ventura auf einen alten Fahrweg, dem wir weiter folgten. Nach einer Baustelle (eine neue Wasserleitung, vermutlich von Staudamm des Rio Lanjaron, wurde gelegt) kamen wir langsam in die Wolken und hatten keine Sicht.

Die Kombination aus mangelnder Sicht gepaart mit einer ungenauen Karte erwies sich als fatal.

Nach einem Abzweig, den wir fahrlässigerweise links liegen ließen, wunderte ich mich irgendwann, dass der Weg zu wenig anstieg. Wir kamen in ein Hochtal, ein Stück unter uns immer ein Fluß, der vermutlich der Rio Lanjaron war, wir sahen einen Camper – und nachdem ich schon irritiert und nervös war, weil wir immer noch viel zu niedrig waren, riß der Himmel auf und zeigte uns, dass sich “unser” Berg ein Stück südlich, also hinter uns befand – wir waren also längst vorbei, und der eingezeichnete Weg auf der Karte war viel zu hoch angelegt udn führte keinesfalls am Rif. Caballo vorbei.

Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wir stiegen also den Steilhang hoch. Während K. noch einen kleineren Gipfel nebenan bestieg, beschäftigte ich mich damit, teilweise sehr steil die Schneefelder hoch zu spuren (leider hatte K. nämlich keine Stöcke dabei und würde in Schwierigkeiten geraten). Dabei folgte ich im großen und ganzen einer gut angelegten Abstiegsspur.

Den Rückweg vom Gipfel (herrlich war es da oben!) folgten wir zunächst dem normalen Weg, den wir leider wieder verloren (Wegfindung in der Sierra Nevada erfordert gelegentlich eine gewisse Kreativität). Wir stiegen also einen steileren Schutthang hinunter, trafen kurz darauf wieder auf den normalen Fahrweg und kamen nach einem langen Marsch am Auto an.

Dann fuhren wir die Buckelpiste wieder hinab. Unterwegs lasen wir noch einen freundlichen Engländer auf – vermutlich war er der Camper gewesen und auch derjenige, der die Spur abwärts, der ich im Aufstieg folgte, gelegt hatte.

Der Cerro de Caballo ist bei richtiger Wegwahl sicher ein Berg ohne größere Schwierigkeiten. Wir haben es uns schwerer gemacht, dafür aber mehr von der wunderbaren Landschaft gesehen.

Leider trafen wir auf keinen der dort angeblich ansässigen Geier.

Dafür sahen wir jede Menge Schneehühner (?), die sich regelmäßig vor uns erschraken.

Ein paar Tage im Ötztal

Unfassbar, der Wetterbericht – über Ostern sollten wir wirklich perfektes Sommerwetter haben. Die Lawinengefahr war gering, die Sonne sollte ununterbrochen scheinen – nie zuvor hatten wir so ein Glück.

Dienstag Nachmittag machten wir uns auf den Weg ins Ötztal.

Erster Tag – Neunerkogel (2640m)

Mittwoch wartete die erste Tour auf uns. K. wollte erneut auf den Sulzkogel ab Kühtai, ich wollte mir die Finstertaler Scharte einmal ansehen. Leider musste ich kurz vorher abbrechen – es war spät und warm und ein paar Schneereste waren noch nicht in Form von Lawinen heruntergekommen. Ich ging also wieder zurück und stieg stattdessen auf den Neunerkogel an der Staumauer des Finstertaler Speichers – komplett ohne Schneeschuhe. Bis auf ein paar Reste war der Schnee an diesem Gipfel komplett weggeschmolzen….

Zweiter Tag – Versuch Hörndle (2985m)

Am zweiten Tag wollte ich eigentlich einen Ruhetag machen, um die kommenden Tage durchzustarten. Ein paar Höhenmeter wollte ich schon hinter mich bringen und suchte mir als potenzielles Ziel einen kleineren Gipfel in der Umgebung aus. Leider war der Weg ein Stück weiter oben gesperrt….

Also ging ich zur anderen Seite des Tales, um zum Kochler aufzusteigen. Leider fand ich dort nichts, was wie ein Gipfel aussah… in der Ferne leuchtete ein Gipfelkreuz und so machte ich mich auf den Weiterweg zum Hörndle. Das Gelände wurde schwieriger, auch weil ständig Schneefelder im Weg lagen. Aber ich wurschtelte mich durch, über Blöcke, durch den Schnee…. ca.  50 hm  unterhalb des Gipfels musste ich dann doch aufgeben. Vor mir befand sich ein zu beiden Seiten abschüssiges Schneefeld. Dieses hätte ich ja noch gequert, aber kurz vorm Gipfel hing direkt über den Gipfelgrat eine Wechte, die mir ohne Steigeisen nicht überquerbar schien.

Dritter Tag – keine Tour

Am dritten Tag hatte ich aber die Nase voll. Ich brauchte einen Ruhetag. Wir fuhren ins Skigebiet – die Menschenmassen und die vielen Touristeneinrichtungen nervten mich. Später besuchten wir Hochsölden, wo ich mich lesend in ein Café setzte, während K. einen aussichtslosen Gipfelversuch startete. Dieser Teil des Ötztals ist wirklich fest in den Händen der Skifahrer. Jedes bißchen Schnee wurde ausgenutzt, um Skifahrern Piste zu bieten.

Letzter Tag – Breiter Grieskogel 3287m

Wie anders hingegen ist Gries und das “Hinterland” rund um die wunderbar gelegene Winnebachseehütte. Durch wunderbare Berglandschaft führte der Weg zur Hütte. Direkt hinter der Hütte mußten wir die Schneeschuhe anziehen. K. wandte sich einem anderen Gipfel (Tipp des Hüttenwirts, mit denen er 2 Tage zuvor ein Gespräch darüber geführt hatte), ich marschierte zum Breiter Grieskogel. Die vielen Höhenmeter und die Hitze machten mir zu schaffen, dennoch konnte ich den Gipfel genießen – wunderbar! Welch ein Gefühl!

Auf dem Rückweg brach ich an einer Steilstelle durch sulzigen Schnee in ein tiefes Loch ein. Natürlich reagierte ich zunächst hysterisch, denn ich saß unglücklich auf der Kante des Restschnees und steckte mit dem vergrabenen Schneeschuh fest  (K. und ich sind mit Funkgeräten ausgestattet). Schließlich gelang es mir mit einigen Mühen, den Schneeschuh auszuziehen. Und am Ende konnte ich den Schneeschuh auch noch erfolgreich bergen. Das ganze hatte mich bestimmt eine Dreiviertelstunde gekostet. Bei der Hütte angekommen, brauchte ich erstmal einen Schnaps…

Am nächsten Tag wurde das Wetter schlechter. Jedenfalls in den Alpen. Wir fuhren ja wieder nach Hause, da war das Wetter prima. Am nächsten Tag – Ostermontag – war ich Rennrad fahren. Aber das ist eine andere Geschichte…

Hier in Kürze….

Leider habe ich es aus Platzgründen geschafft, Bilder, die hier im Blog verlinkt waren, zu löschen.

Ich werde die Links in Kürze wieder herstellen.

Außerdem muss ich ja noch von meinem letzten Aufenthalt in den Bergen berichten.

Neue Ziele

Im Moment fahre ich mit ständig wachsender Begeisterung wieder Rad. Besonders Cyclocross macht mir richtig Spaß.

Kürzlich hielt ich Sonntagmorgens eine Sonderbeilage meiner Sonntagszeitung in der Hand. Es ging um den von mir sehr geschätzten Regionalpark Rhein-Main.

Hier wird dieses Jahr ein Rundkurs über 190 km eröffnet.

190 km am stück – feine Sache! Aber das erfordert noch einiges an Training.

Ich freue mich sehr auf mein neues Spielzeug…. dazu ein anderes Mal mehr.

Virtuelle Gedenktafel

Fährt man mit dem Fahrrad oder läuft man durch die Flörsheimer Schweiz, kommt man an einem unauffälligen Sandsteinkreuz vorbei, vor dem sich zwar ein Aussichtspunkt, aber keine erklärende Tafel mehr befindet.

Diese Tafel hat es vor einiger Zeit noch gegeben. Doch es gibt ja Menschen, die keinerlei Achtung und Respekt im Umgang mit einer Vergangenheit besitzen, die nicht nur so manchem Kirchenvertreter unangenehm ist. Diese Tafel ist wiederholt beschmiert worden (auch ich habe Schmierereien auf der damals noch vorhandenen Tafel gesehen – ich erinnere mich an das Wort “Lüge” und ein Hakenkreuz.

Als Ersatz für die nicht mehr vorhandene Tafel, stelle ich hiermit eine virtuelle Gedenktafel auf.

Bei dem Ort handelt es sich um den sogenannten Hexenberg. Zu Beginn des 17.  Jahrhundert sind auch in Flörsheim über 40 Frauen und Männer der Hexenverfolgung zum Opfer gefallen. Die meisten wurden wahrscheinlich an diesem Ort hingerichtet.

Im Jahr 1750 ließ das Ehepaar Kohl aus Flörsheim an dieser Stelle ein Sandsteinkreuz errichten. Dieses markiert den Ort bis heute.

Frühling und ein Virus

Es wird Frühling! Meine Erkältung ist fast überstanden – wird auch Zeit, denn am Freitag haben wir 20°C und ich Urlaub.

Aber ein andererVirus hat mich gepackt – der Bikevirus. Ja, er hat mich wieder. Aktuell ist mein liebstes Gefährt mein Cyclocrosser.

Aber auch das Mountainbike ist schon ab und an dieses Jahr an der Luft gewesen.

Laufen in der Rhön – Februar 2011

Endlich wieder einmal Rhön! Ein verlängertes Wochenende wartete auf uns.

Den Kurzurlaub hatten wir so nötig, dass uns das Wetter nahezu egal war. Und ich hatte einen Plan…

Tag 1 – Freitag – Von Fladungen auf die Wasserkuppe (26 km, 1000hm)

Von 10 auf 100.  So kam es mir bei der Planung vor. Ich war lange nicht mehr längere Strecken gelaufen, schon gar nicht solche über 20 km und diversen Höhenmetern.  Schließlich will ich das Laufen ja auch eigentlich einschränken.  Ich will wieder vermehrt biken, nicht nur, weil ich Probleme mit einem Knöchel habe.

Die Planung machte ich vorab mit Google Maps. Ich ging davon aus, dass die Wanderwege kaum zu nutzen waren (ab 500 m lag Schnee, nicht selten in unangenehmen Verwehungen). Die Google Maps Streckenplanung für Fußgänger gab mir dann eine Strecke aus, die zu großen Teilen an der Straße entlang verlief – das war mir nur recht.

Den ersten Ort – Stetten – erreichte ich auf einem Pfad die Straße entlang oder auf der Straße selbst.

Von Stetten aus ging es dann weiter über einen nur teilweise befestigten Radweg nach Urspringen. Unter anderem gab es hier Rehe zu sehen….

Ich hatte bis dahin wirklich alles richtig gemacht – ich war langsam gestartet und lief in einem angenehmen, ruhigen Tempo.

In Urspringen gibt es ein Wasserrad zu sehen:

Doch ich mußte weiter… ich durchquerte immer weitere Orte (Oberelsbach und andere), bis ich kurz vor Bischofsheim auf einen Radweg wechseln konnte.

Von Bischofsheim aus lief  ich dann die Straße zum Kreuzberg hoch. Inzwischen hatte ich 21 km hinter mir, war durchaus müde.

Plötzlich überholte mich ein Radfahrer…

während ich gelegentlich Gehpausen einlegen mußte, um keinen Wadenkrampf zu bekommen…

Aber letztlich hatte ich es doch geschafft und kam laufend am Kloster an.

Alles lag im Nebel.

Ein Gruß vom Kreuzberg:

Oben trank ich schnell einen Glühwein, bevor ich mich vom Taxi abholen ließ und wieder nach Fladungen zurückkehrte.

Tag 2 – Laufen rund um Fladungen (10 km, 400hm)

Ja, ich war unmotiviert an diesem Tag. Zunächst versuchte ich zum dritten Mal, zur Schwedenschanze zu gelangen. Dieses Mal war der Weg total vereist. Und angesicht der Steilheit kehrte ich nach einem kurzen Foto lieber um.

Stattdessen lief ich dann die andere Richtung den Hang hoch und ärgere mich im Nachhinein, dass ich da nicht gleich hingelaufen war.

So blieb es (richtig motiviert war ich ja nicht) beim Abstecher zum Hohen Kreuz.

Tag 3 – vom Schwarzen Moor auf die Wasserkuppe (15.68 km 580 hm)

Eigentlich wollte ich bald nach Hause und heute noch ein bißchen Zeit auf dem Ergometer verbringen.

Aber wieder einmal kam es anders…

Weil K. auch mal laufen wollte, wurde ich bei Minusgraden und starkem Wind beim Schwarzen Moor ausgesetzt.

Zwei Bekloppte liefen bei unwirtlichen Verhältnissen die Straße entlang…

K. bog irgendwann mal ab.

Es war richtig kalt….

Ein Stück vor Seiferts schlug ich den Wanderweg Richtung Wüstensachsen ein – die Abkürzung, die ich beim letzten Mal nicht gefunden hatte. Leider verlor ich den Weg irgendwann und musste querfeldein den Hang hinunter laufen. Kurz vor der Straße fand ich den Weg dann wieder.

Im Ulstertal war es von den Temperaturen her fast gemütlich, auch wenn mir nur wenige dick vermummte Wanderer begegneten.

Das änderte sich, als es wieder bergauf zur Wasserkuppe ging.

Zwei Stunden brauchte ich bis oben. Nicht schlecht, ich fühlte mich wesentlich fitter als 2 Tage zuvor.

Oben genoß ich dann einen heißen Tee mit Schuß, bis K. kam, um mich wieder einzusammeln.

Mein Fazit

Mir geht es gut!

Es war trotz des Wetters ein wunderbarer Kurzurlaub. Die Mischung aus sportlicher Betätigung und entspannender Wellness macht es einfach.

Schreibhemmung

In der letzten Zeit war hier recht wenig von mir zu lesen.

Leider war ich einige Zeit gesundheitlich angeschlagen, hinzu kam beruflicher Stress und jede Menge von den Dingen, die der Mensch im Leben nicht braucht.

Ende Dezember verbrachten wir wieder einmal ein paar Tage in den Kitzbüheler Alpen. Leider bin ich auch dort krank geworden, so blieb mir der Lodron verwehrt. Dennoch bestieg ich immerhin 3 schöne Gipfel. In Anbetracht meines gesundheitlichen Zustands war das schon eine Leistung.

Anfang des Jahres hatte ich dann ein Erfolgserlebnis auf dem MTB. Ich konnte erstmals seit meinem Unfall mit Ellenbogenbruch mit Spass einen steilen, unebenen teils verschotterten Weg herunterheizen. Wunderbar – ich freue mich schon auf weitere Touren!

Und das Laufen? Ich liebe es weiterhin, jederzeit. An schlechten Tagen spendet es Trost, an guten einfach nur Freude. Wenn ich wütend bin, tobe ich mich aus, wenn ich deprimiert bin, kann ich dabei herrlich alleine sein. Aber ich habe Knöchelprobleme und die Befürchtung, dass hier etwas ernsteres vorliegt. Leider habe ich schon ein von einer Entzündung zerstörtes Gelenk (Finger). Die Schmerzen an sich im Fuß kann ich ignorieren.

Was habe ich dieses Jahr vor?

Ich plane keinen Wettbewerb. Ich möchte ein paar schöne Berge besteigen, ich möchte erlebnisreiche MTB-Touren machen, in den Bergen und hinauf laufen. Ein kleines bißchen träume ich immer noch von der Zugspitze.

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