Endlich wieder einmal Rhön! Ein verlängertes Wochenende wartete auf uns.
Den Kurzurlaub hatten wir so nötig, dass uns das Wetter nahezu egal war. Und ich hatte einen Plan…
Tag 1 – Freitag – Von Fladungen auf die Wasserkuppe (26 km, 1000hm)
Von 10 auf 100. So kam es mir bei der Planung vor. Ich war lange nicht mehr längere Strecken gelaufen, schon gar nicht solche über 20 km und diversen Höhenmetern. Schließlich will ich das Laufen ja auch eigentlich einschränken. Ich will wieder vermehrt biken, nicht nur, weil ich Probleme mit einem Knöchel habe.
Die Planung machte ich vorab mit Google Maps. Ich ging davon aus, dass die Wanderwege kaum zu nutzen waren (ab 500 m lag Schnee, nicht selten in unangenehmen Verwehungen). Die Google Maps Streckenplanung für Fußgänger gab mir dann eine Strecke aus, die zu großen Teilen an der Straße entlang verlief – das war mir nur recht.
Den ersten Ort – Stetten – erreichte ich auf einem Pfad die Straße entlang oder auf der Straße selbst.
Von Stetten aus ging es dann weiter über einen nur teilweise befestigten Radweg nach Urspringen. Unter anderem gab es hier Rehe zu sehen….
Ich hatte bis dahin wirklich alles richtig gemacht – ich war langsam gestartet und lief in einem angenehmen, ruhigen Tempo.
In Urspringen gibt es ein Wasserrad zu sehen:

Doch ich mußte weiter… ich durchquerte immer weitere Orte (Oberelsbach und andere), bis ich kurz vor Bischofsheim auf einen Radweg wechseln konnte.
Von Bischofsheim aus lief ich dann die Straße zum Kreuzberg hoch. Inzwischen hatte ich 21 km hinter mir, war durchaus müde.
Plötzlich überholte mich ein Radfahrer…
während ich gelegentlich Gehpausen einlegen mußte, um keinen Wadenkrampf zu bekommen…
Aber letztlich hatte ich es doch geschafft und kam laufend am Kloster an.
Alles lag im Nebel.
Ein Gruß vom Kreuzberg:
Oben trank ich schnell einen Glühwein, bevor ich mich vom Taxi abholen ließ und wieder nach Fladungen zurückkehrte.
Tag 2 – Laufen rund um Fladungen (10 km, 400hm)
Ja, ich war unmotiviert an diesem Tag. Zunächst versuchte ich zum dritten Mal, zur Schwedenschanze zu gelangen. Dieses Mal war der Weg total vereist. Und angesicht der Steilheit kehrte ich nach einem kurzen Foto lieber um.
Stattdessen lief ich dann die andere Richtung den Hang hoch und ärgere mich im Nachhinein, dass ich da nicht gleich hingelaufen war.
So blieb es (richtig motiviert war ich ja nicht) beim Abstecher zum Hohen Kreuz.

Tag 3 – vom Schwarzen Moor auf die Wasserkuppe (15.68 km 580 hm)
Eigentlich wollte ich bald nach Hause und heute noch ein bißchen Zeit auf dem Ergometer verbringen.
Aber wieder einmal kam es anders…
Weil K. auch mal laufen wollte, wurde ich bei Minusgraden und starkem Wind beim Schwarzen Moor ausgesetzt.
Zwei Bekloppte liefen bei unwirtlichen Verhältnissen die Straße entlang…

K. bog irgendwann mal ab.
Es war richtig kalt….

Ein Stück vor Seiferts schlug ich den Wanderweg Richtung Wüstensachsen ein – die Abkürzung, die ich beim letzten Mal nicht gefunden hatte. Leider verlor ich den Weg irgendwann und musste querfeldein den Hang hinunter laufen. Kurz vor der Straße fand ich den Weg dann wieder.

Im Ulstertal war es von den Temperaturen her fast gemütlich, auch wenn mir nur wenige dick vermummte Wanderer begegneten.
Das änderte sich, als es wieder bergauf zur Wasserkuppe ging.

Zwei Stunden brauchte ich bis oben. Nicht schlecht, ich fühlte mich wesentlich fitter als 2 Tage zuvor.
Oben genoß ich dann einen heißen Tee mit Schuß, bis K. kam, um mich wieder einzusammeln.
Mein Fazit
Mir geht es gut!
Es war trotz des Wetters ein wunderbarer Kurzurlaub. Die Mischung aus sportlicher Betätigung und entspannender Wellness macht es einfach.